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1. Mai 2022

Negativzinsen bei Baufinanzierungskrediten? Pro und Contra.

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Die Niedrigzinsphase stellt die Regeln der Geldwirtschaft auf den Kopf. Wer Geld auf einem Sparkonto anlegte, bekam einst üblicherweise Zinsen. Wer einen Kredit aufnahm, musste hohe Zinsen zahlen. Eine Vermögungsbildung durch Anlagen war zumindest im Mittelstand nicht sehr verbreitet. Schließlich wurde man schon für das einfache Sparen belohnt. Das gilt nicht mehr. Spätestens seit die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen für den Euro auf null gesenkt hat und sogar von den Banken Negativzinsen für hinterlegte Guthaben fordert, ist Sparen ein Verlustgeschäft. Die Zeiten der „fetten“ Zinsen sind vorbei. Mittlerweile haben Verbraucher sich längst an die Nullzinsen gewöhnt.

Damit einhergehend verliert niedrig oder gar nicht verzinstes Geld kontinuierlich an Wert. Das gilt insbesondere dann, wenn auch noch Bankgebühren für die Geldanlage anfallen. Die allgemeine Inflation lässt die Kaufkraft des Kontoguthabens sinken. Das gleiche Produkt, das ich heute kaufe, wird durch das steigende Preisniveau in Zukunft immer teurer.

Das Ergebnis des Zinsabsturzes: Sparer denken um. Immer mehr Anleger beschäftigen sich mit alternativen Formen der Vermögensbildung und suchen nach lukrativen Geldanlagen.

Das Gute: Zinslast von zehn auf unter ein Prozent

Für Kreditnehmer hat die aktuelle Niedrigzinsphase aber auch positive Seiten. Die Zinsen für Verbraucherkredite und private Immobilienfinanzierungen sind so niedrig wie nie. In den 1990er-Jahren waren Hypothekenzinsen von bis zu zehn Prozent marktüblich. Inzwischen sind Immobilienfinanzierungen mit einer Zinsfestschreibung von zehn Jahren schon deutlich unter einem Prozent Zinsen realisierbar. Der Traum der „eigenen vier Wände“ ist somit für viele Haushalte derzeit realistischer denn je.

Das Schlechte: Weniger ausgezahlt als eingezahlt

Während sich Kreditnehmer freuen, blicken viele Sparer besorgt in die Zukunft. Durch „Negativzinsen“ bekommen sie am Ende weniger Geld ausgezahlt, als sie eingezahlt haben. Bereits jetzt erheben viele Kredithäuser Negativzinsen auch im Privatkundenbereich. Betroffen sind größere Guthaben ab ca. 100.000 Euro. Die Banken selbst sprechen dabei nicht von „Negativzinsen“ oder „Strafzinsen“, sondern von einem „Verwahrentgelt“.

Eine positive Zinswende ist für Sparer leider nicht in Sicht und somit sollte man auch nicht auf ein profitables Sparbuch warten. Die Staatsverschuldung nimmt zu und die wirtschaftliche Entwicklung schwächelt, nicht zuletzt durch die anhaltende Corona-Krise. Mit den niedrigen Zinsen soll die Bevölkerung dazu angeregt werden, zu konsumieren und somit die Konjunktur anzutreiben.

Kredite mit Negativzins – eine neue Entwicklung in der EU?

Für Kreditkunden in der EU führt der Negativzins zu ungeahnten Möglichkeiten. Nicht nur entfällt für sie die Zinspflicht. Sie müssen auch weniger Geld zurückzahlen, als sie geliehen haben. Kreditvergleichsportale haben das schon vorgemacht. Sie werben bei Verbraucherkrediten aktiv mit Negativzinsen. Da die bewilligten Kreditsummen aber vergleichsweise gering sind, dürfte hierbei vor allem der Werbeaspekt im Vordergrund stehen.

Bei Geschäftsbanken in Deutschland sind Kredite mit Negativzinsen aktuell (noch) nicht erhältlich. Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat jedoch bereits Ende 2019 angekündigt, sich aktuell darauf vorzubereiten, negative Zinsen für die Durchleitungsbanken für alle ihre inländischen Förderprodukte einzuführen.
Die KfW unterstützt insbesondere den Neubau und die Sanierung von Immobilien. Die weltweit größte nationale Förderbank könnte eine Vorreiterrolle für die Einführung eines Negativzinses auf Kredite einnehmen. Allerdings lassen sich KfW-Kredite nur über die Hausbanken beantragen. Dazu überarbeiten bereits viele Geldhäuser ihre IT, um Negativzinsen in ihren technischen Systemen darzustellen.

Wie realistisch ist die Einführung von Negativzinsen für langfristige Baufinanzierungskredite?

In Deutschland ist es üblich, Hypothekenkredite mit langen Zinsfestschreibungen abzuschließen. Viele Kredite haben eine Laufzeit von 15 oder 20 Jahren. Immobilienbesitzer können damit über nahezu die gesamte Kreditlaufzeit von günstigen Zinsen profitieren.

Hingegen wären langfristige Kredite mit Negativzinsen für Banken ein kaum kalkulierbares Geschäftsmodell. Ihnen fehlten die entsprechenden Einnahmen und sie müssten zusätzlich noch die Zinsen erwirtschaften.
Um ihre Kosten (Personal, Filialen, IT-Systeme etc.) zu decken, sind Banken dazu angehalten, einen Überschuss zu erwirtschaften – in Zeiten von Niedrigzinsen und schwacher Wirtschaft ohnehin schon eine große Herausforderung.

Sollten die Zinsen für Kredite auf null oder sogar in den negativen Bereich sinken, wären die Banken gezwungen, ihre Erträge durch andere Einnahmen zu sichern. Voraussichtlich würden auf die Bankkunden eine Vielzahl von Gebühren und Kostenerhöhungen zukommen. Nicht nur Dienstleistungen wie die Kontoführung oder der Zahlungsverkehr könnten teurer werden, auch Betreuungs- und Beratungsleistungen würden so gegebenenfalls gebührenpflichtig.

So reizvoll Negativzinsen auf Hypothekendarlehen für viele Immobilienbesitzer also auch wären, ist diese Entwicklung insgesamt nicht erstrebenswert. Wir werden uns deshalb auf anhaltend niedrige Zinsen einstellen müssen. Sind Null- und Negativzinsen im Sparbereich bereits Realität, so sind sie im Kreditbereich vorerst noch unwahrscheinlich. Für Sparer wird es nun höchste Zeit, sich intensiver mit ihrer Geldanlage zu beschäftigen.
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