Die private Finanzplanung ist ein sehr wichtiges, aber auch nicht immer einfaches Unterfangen. Es gibt viele Strategien und diverse Möglichkeiten, sein Geld anzulegen. Doch welche Formen sind sinnvoll?

Bevor man sich mit den Möglichkeiten des Geldanlegens befasst, gilt es, sich zunächst einen Überblick über die eigene Finanzlage verschaffen. Dafür werden alle Einnahmen und Ausgaben sowie die Geldbestände auf den Konten erfasst. So erhält man ein besseres Verständnis über die eigene Liquidität sowie dem Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben. Wichtig ist es auch, alle Barzahlungen und die Belastungen auf der Kreditkarte mit einzubeziehen. Je detaillierter diese Übersicht ist, desto besser. Dabei sollten auch kleinere Zahlungen wie das belegte Brötchen vom Bäcker auf dem Weg zur Arbeit oder der schnelle Mittagssnack nicht vergessen werden. Denn selbst solche vermeintlich kleinen Ausgaben können sich im Laufe eines Jahres auf ein hübsches Sümmchen von mehr als 1.000 Euro belaufen.

Eine detaillierte Finanzübersicht gibt Ihnen also einen genauen Überblick darüber, wo Ihr Geld hinfließt. Diese Übersicht kann manuell anfertigt werden, beispielsweise durch das Anlegen eines Haushaltsbuchs. Wer es digital mag, der kann eine Exceltabelle anlegen oder eine der zahlreichen Apps nutzen, die hierfür zur Verfügung stehen. Sie haben Bedenken wegen der Datensicherheit? Dann schauen Sie mal auf der Website Ihrer Bank nach – viele Geldinstitute bieten inzwischen „digitale Haushaltsbücher“, die sogar direkt mit dem Konto verknüpft werden können.

Die Finanzübersicht und die damit verbundene Planung ist die Voraussetzung für den späteren Vermögensaufbau. Hierfür gilt es, individuelle finanzielle Ziele festzulegen und Strategien zu bestimmen, wie man diese erreichen kann. Eine davon ist das sogenannte Drei-Töpfe-Modell.

Das Drei-Töpfe-Modell

Das Drei-Töpfe-Modell ist ein einfaches System für Ihre individuelle Finanzplanung. Es besteht aus einem „Bartopf“, einem „Sicherheitstopf“ und einem „Wachstumstopf“. Gerade für junge Privatanleger empfehlen wir diese Strategie, um die eigenen Finanzen zu regeln und um investieren zu können, ohne das Risiko des „Totalverlusts“ einzugehen.

Bartopf (Girokonto): Das Girokonto dient für alltägliche Ausgaben wie zum Beispiel Miete, Lebensmittelkauf, Restaurant- und Kinobesuche. Dieser Topf beinhaltet das Geld, das kurzfristig verfügbar sein muss. Grob könnte man sagen, dass auf dem Girokonto ungefähr drei Nettokaltmieten zur Verfügung stehen sollten.

Sicherheitstopf (Tages- oder Festgeldkonto) Das Tages- oder Festgeldkonto dient zur klassischen Schaffung von Rücklagen, um größere anfallende Ausgaben zu stemmen, beispielsweise für ein neues Auto oder die große Reise im Sommer, sobald dies wieder möglich ist. Es dient somit als Spartopf für planbare Investitionen in den kommenden Jahren. Der Kühlschrank ist kaputt oder die Waschmaschine leckt? Auch als Absicherung bei plötzlich auftretenden größeren finanziellen Verpflichtungen fungiert das Tages- oder Festgeldkonto.

Wachstumstopf (Investment-Anlage): Der Wachstumstopf stellt die langfristige Investitionsanlage dar. Diese kann als private Altersvorsorge dienen oder aber, um eine gewisse Summe langfristig anzulegen und somit noch Rendite zu erzielen, die bei fast allen „klassischen“ Anlageformen inzwischen nicht mehr zu finden ist. Auch hierbei lohnt es sich, das Investment über mehrere „Töpfe“ zu verteilen, also durch eine gewisse Diversifikation das Risiko der einzelnen Anlagenformen zu minimieren beziehungsweise auszugleichen. Eine Anlagemöglichkeit, die derzeit noch attraktive Renditen verspricht, ist das Crowdinvestment. Nicht der einzige Vorteil, denn diese Anlageform bietet zudem durch die „Schwarmfinanzierung“ gleichzeitig ein überschaubares Risiko und – der wohl wichtigste Punkt für Einsteiger und Anleger mit kleinem Budget – einen einfachen Einstieg mit bereits kleinen Summen.

Ein kurzes Fazit

Die drei Spartöpfe unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Zeitspannen und Ziele. Der erste Topf soll kurzfristige Ausgaben abdecken. Hierfür ist es wichtig, dass das Kapital täglich verfügbar ist. Der zweite Topf umfasst eine Zeitspanne von circa fünf Jahren und dient der Rücklagenbildung. Risikoreiche Investitionen in beispielsweise Aktien sollten deshalb mit diesem Kapital eher vermieden werden. Der dritte Topf ist der für langfristigste Investments. Mit diesem Kapital können Sie nach Strategien zur Vermögensvermehrung suchen. Eine vielversprechende Option hierfür sind beispielsweise die Immobilien-Crowdinvestments von Achtstein Invest. Zum einen partizipieren Anleger von Zinsen bis zu 7,0 % p. a. Zum anderen ist der Einstieg bereits ab 100 Euro möglich und alle Investitionsanlagen sind detailliert „auf Herz und Nieren“ hin validiert.

Das Drei-Töpfe-Modell verdeutlicht, dass Finanzplanung nicht immer kompliziert sein muss. Mit diesem übersichtlichen System sind die wichtigsten Säulen der privaten Vermögensverwaltung abgedeckt.