Männer als die harten Zocker, Frauen als die zurückhaltenden und vernünftigen Anleger? Nicht ganz: Denn auch wenn das Anlageverhalten je nach Geschlecht durchaus unterschiedlich ist, sind Investitionen in den Kapitalmarkt bei den meisten Privatpersonen noch zurückhaltend. Das ist ein zentrales Ergebnis einer Studie von JP Morgan Asset Management, die die Unterschiede bei Investitionsentscheidungen von Frauen und Männern beleuchtet.

Beim Aspekt des Sparverhaltens sind keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern festzustellen, etwa 80 Prozent der Frauen und 90 Prozent der Männer sind Sparer. Überraschend allerdings: Ein Großteil der Bevölkerung setzt noch immer auf „klassische Formate“ wie das Tagesgeldkonto oder Sparbuch – obwohl es in beiden Fällen seit Jahren so gut wie keine Zinsen gibt und auch in nächster Zeit keine zu erwarten sind. Aufgrund der stetigen Inflation verlieren solche Spareinlagen sogar an Wert. Trotzdem gaben 21,6 Prozent der Studienteilnehmerinnen an, unabhängig von steigenden oder fallenden Zinsen weiterhin an diesen Sparanlagen festzuhalten. Bei den männlichen Befragten trifft dies auf 18,1 Prozent zu. Am Kapitalmarkt investieren der Studie zufolge rund 30 Prozent der Männer, bei den Frauen sind es nur gut 18 Prozent, die in Aktien, Anleihen, Fonds etc. anlegen. Die Befragten gaben unterschiedliche Gründe an, warum sie weiterhin an ihren klassischen Sparanlagen festhalten. Überraschend waren jedoch zwei Begründungen: So glauben immerhin 20 bis 25 Prozent der Befragten, zu wenig vom Thema Kapitalmarkt zu verstehen, um erfolgreich zu investieren. Fast jede/r Zweite (immerhin 40 Prozent der Gesamtheit), ist der Meinung, zu wenig Geld für Investitionsgeschäfte zu haben.

No risk, no Rendite?

Auch wenn es einem Klischee entspricht: Die Zurückhaltung von Frauen bei Investitionen in Fonds und Co. lässt sich auf ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis zurückführen. Denn mit 44,9 Prozent gab fast die Hälfte der Frauen an, „sehr sicherheitsorientiert“ vorzugehen. Lediglich 7,6 Prozent der weiblichen Befragten würden sich selbst als „etwas risikofreudig“ bezeichnen. Zum Vergleich: Bei den befragten Männern sind es mit 15,6 Prozent mehr als doppelt so viele, die ein gewisses Maß an Schwankungen akzeptieren, um schlussendlich zu höheren Renditen zu gelangen. Nichtsdestotrotz sind es noch immer erschreckend wenig Menschen, die sich mit Investments (vor allem in Immobilien) auseinandersetzen und bereit sind, aktiv zu investieren.

Das ist überraschend, wenn man ein weiteres Ergebnis hinzuzieht: Gerade die Frauen gaben an, weniger zufrieden mit ihren Sparerträgen zu sein als Männer und sich zudem eher um inflationsbedingte Wertverluste zu sorgen.

Zusammenfassend sind Frauen also einerseits unzufrieden damit, wie sich ihre Sparanlagen entwickeln, andererseits aber vor allem sicherheitsorientiert und wollen kaum Risiken eingehen. Was also tun? Eventuell mit kleinen Beträgen zunächst ein Gefühl für den Kapitalmarkt entwickeln?

Genau dies bietet das Crowdfunding von Achtstein Invest. Denn hier können Anleger schon mit 100 Euro in Immobilieninvestments einsteigen – und somit profitabel und risikoarm Geld anlegen.

Für die Studie wurden rund 8.200 Frauen und Männer aus sechs europäischen Ländern befragt. Es ging im Wesentlichen um das Spar- und Anlageverhalten in angespannten wirtschaftlichen Zeiten.